Therapiegebiete

Morbus Parkinson

Morbus Parkinson ist eine langsam fortschreitende neurologische Erkrankung.

Die motorischen Kardinalsymptome sind Akinese, Rigor und Tremor.

Akinese bezeichnet die Verlangsamung und Reduktion von willkürlichen und automatischen Bewegungen.

Unter Rigor versteht man einen erhöhten Muskeltonus, der zu einem Widerstand der Beuge- und Streckmuskulatur beim Dehnen führt.

Ein auffälliges Symptom stellt der Tremor (Zittern) dar, welcher durch Belastung verstärkt wird.

Oft beginnt der Tremor einseitig. Einen Fingertremor bezeichnet man auch als „Pillendreher-Phänomen“. Ursache der Bewegungsstörungen ist das Sterben bestimmter Nervenzellen im Gehirn und damit verbunden ein geringerer Gehalt des Botenstoffes Dopamin. Neben der idiopathischen Parkinsonerkrankung (67,4%) gibt es auch Parkinson-Syndrome, die durch bestimmte Ursachen ausgelöst werden.

Das Auftreten einer idiopathischen Parkinsonerkrankung nimmt mit zunehmendem Alter zu (idiopathisch bedeutet, dass eine Erkrankung ohne erkennbare Ursache entstanden ist). Meist wird die Erkrankung zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr erkannt. Männer und Frauen sind gleich häufig betroffen. In der Schweiz wird die Zahl der an Morbus Parkinson erkrankten Menschen auf etwa 15'000 geschätzt.

Der Morbus Parkinson gehört neben Epilepsien und der Multiplen Sklerose zu den häufigsten chronischen neurologischen Erkrankungen. Verbesserte Diagnostik und steigende Lebenserwartung sind Gründe für ein zunehmendes Auftreten der Erkrankung.

Für weitere Informationen: www.parkinson.ch