Therapiegebiete

Allergischer Schock

Der allergische Schock – eine Notfallsituation

Schwere allergische Reaktionen können zu lebensbedrohlichen Situationen führen. In solchen Fällen kann die rasche und korrekte Anwendung der Notfallmedikation in Form eines Adrenalin-Autoinjektors lebensrettend sein.

Bienen- oder Wespenstiche, Medikamente, Nahrungsmittel und Latex können bei Risikopersonen eine Anaphylaxie, eine rasch eintretende, schwere, potentiell lebensbedrohliche allergische Reaktion auslösen. In der Schweiz wird die Häufigkeit lebensbedrohender allergischer Schockreaktionen auf rund 10 Personen pro 100 000 Einwohner pro Jahr geschätzt. Etwa 1 bis 3 Personen pro Million Einwohner sterben nach einem anaphylaktischen Schock.

Die Symptome: von Hautausschlag bis Bewusstlosigkeit
Die ersten Anzeichen einer Anaphylaxie können ein Hitzegefühl und ein Brennen im Mund- und Rachenbereich sein. Die Haut rötet sich und juckt und es bildet sich ein Ausschlag. Die Atemwege verengen sich, wodurch Betroffene zunehmen Probleme beim Atmen bekommen. Auch Herzrasen, Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und Schwäche bis hin zur Bewusstlosigkeit können auftreten. Ein anaphylaktischer Schock ist also eine Notfallsituation, die rasches Handeln erfordert.

Rasche Behandlung mit Adrenalin-Autoinjektor
Als Therapie der Wahl bei einem anaphylaktischen Schock gilt Adrenalin, da es sehr rasch wirkt. Ärzte empfehlen Risikopersonen daher, stets mindesten einen Adrenalin-Autoinjektor bei sich zu tragen. Damit können sie sich im Notfall rasch die überlebenswichtige Dosis Adrenalin in den Oberschenkel spritzen. Da sich die in der Schweiz verfügbaren Adrenalin-Autoinjektoren in der Handhabung unterscheiden, sollte der Allergiker selbst oder seine engste Bezugsperson den Umgang mit dem verschriebenen Produkt gut eingeübt haben. Nur so kann in der schwierigen Notfallsituation ohne Zögern gehandelt werden. Betroffene sollten zudem nach einem allergischen Schock zur weiteren Kontrolle und Versorgung umgehend einen Arzt oder eine Notfallstation aufsuchen oder die Notrufnummer 144 wählen.