Therapiegebiete

Erektionsstörung

Ein Thema, das enttabuisiert worden ist

Das Krankheitsbild der Erektionsstörung (erektile Dysfunktion) ist dadurch charakterisiert, dass durch Nachlassen der Schwellung und Steifheit des Penis ein befriedigender Geschlechtsakt nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr möglich ist.

Betroffen sind nach epidemiologischen Studien in den USA etwa die Hälfte aller Männer zwischen 40 und 70 Jahren; in der Schweiz liegen vergleichbare Daten vor. Die Prävalenz steigt mit dem Alter; es ist daher in Zukunft eine noch höhere Erkrankungsrate zu erwarten.

Innerhalb des letzten Jahrzehnts ist das Thema Erektionsstörungen enttabuisiert worden. Dass ein normales, gesundes Sexualleben für Partnerschaft, Beruf, Lebensqualität, Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl wichtig ist, ist in Studien nachgewiesen und im Bewusstsein der Öffentlichkeit allgemein anerkannt. Mittlerweile ist dies auch für Ältere dokumentiert: ein befriedigendes Sexualleben fördert das emotionale Wohlbefinden und trägt zum Erhalt der partnerschaftlichen Beziehung bei.

Die Möglichkeiten der medikamentösen Therapie von Erektionsstörungen haben sich in den letzten Jahren derart verbessert, dass heutzutage praktisch jeder Patient erfolgreich behandelt werden kann. Dennoch wollen nur 30% der Betroffenen eine Behandlung ihrer erektilen Dysfunktion. Für die Patienten, bei denen eine orale Therapie nicht ausreicht oder kontraindiziert ist, eröffnet die in der Harnröhre applizierte, lokale Therapie eine patientenfreundliche Therapieoption.